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Deutsch als Zweitsprache an der IGS

21.09.2017 - 12:02 von WP-Kurs "IGS-Reporter"

Wie hilfreich sind die "DaZ-Kurse" an unserer Schule?

Seit 2015 gibt es an unserer und weiteren Schulen die sogenannten DaZ-Kurse für Schülerinnen und Schüler, die Deutsch als Zweitsprache erlernen. Doch was genau passiert in dem Unterricht und wie hilfreich kann dieser für die Schüler und auch für unsere gesamte Gesellschaft sein? Die IGS-Reporter Elisa und Fatme haben gemeinsam Shanna Keller, die  Lehrkraft eines DaZ-Kurses, interviewt und werden nun im Folgenden berichten.

Das Thema Flüchtlinge und Einwanderungen ist in unserer Gesellschaft schon seit zwei Jahren sehr präsent. Menschen, die in einem für sie neuen Land ankommen stehen vor einem grundlegenden Problem: Die meisten können unsere Sprache nicht und einige wenige hatten noch nie eine Schule besucht. Somit ist die Kommunikation mit anderen nicht möglich. DaZ-Kurse sollen Abhilfe schaffen. Seit 2015 der Zuwachs an Flüchtlingen stark angestiegen ist, sind Kurse entstanden, die speziell das Erlernen der deutschen Sprache beinhalten.

An der IGS ist Frau Keller, die selbst Deutsch als Zweitsprache erlernt hat, da sie aus einem anderen Land kommt, zurzeit für die DaZ-Kurse zuständig. Insgesamt gibt es zurzeit drei Kurse, die mehrmals in der Woche zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden. Im ersten Kurs sind all die, die so gut wie gar keine Deutschkenntnisse aufweisen. Im zweiten und dritten dann die, die kleine Deutschkenntnisse besitzen oder vielleicht auch schon sehr gut Deutsch können.

Gemeinsam mit ungefähr 11 Schülern pro Kurs bringt Frau Keller den Kindern praktisch sowie auch auf spielerische Art die neue Fremdsprache Deutsch bei. Dabei erfährt auch sie viel über die  Sprache der Kinder. Außerdem wurde für die Kinder eine eigenes Lernprogramm eingerichtet, in der sie außerhalb und innerhalb des DaZ-Kurses Deutsch in Form von Audiodateien besser lernen können. Zudem wurde in der Mediothek eine sogenannte DaZ-Kiste angeschafft, in der sich Spiele zum Lernen der Fremdsprache befinden. Die Arbeit untereinander klappt sehr gut. Die Kinder unterschiedlichsten Alters und unterschiedlichster Herkunft (Afghanistan, Irak, Kurdische Gebiete, Syrien, Dominikanische Republik, Polen, Bosnien und Bulgarien) verstehen sich gut und helfen sich gegenseitig. Auch im Unterricht tragen die Schüler viel bei und finden Spaß an ihrer neuen Sprache. Vor allem das Lesen von deutschen Sätzen hat es den Schülern angetan. Anfangs wurden die deutschen Begriffe durch Bilder dargestellt und gelernt. Heute werden jede Woche Vokabelteste geschrieben. Doch nicht allen fällt die neue Umgebung leicht. Viele können sich nicht von Anfang an richtig einbringen und brauchen einfach ein bisschen mehr Zeit als andere.

Frau Keller ist es wichtig, dass jeder die zu erlernenden Wörter versteht und wiederholt sie solange, bis sie jeder kann. Das ist wichtig, denn jeder sollte die gleichen Chancen bekommen. Damit die Sprache sehr präzise gelernt werden kann, werden natürlich auch Unterrichtsmaterialen benötigt. Es wurden also extra für diese Kurse Bücher und Hefte entwickelt. Auch an der letzten Projektwoche an unserer Schule trugen die Kinder mit ihrem Projekt „Eine Erde, verschiedene Welten“ bei und berichteten, was sie innerhalb eines Jahres erreicht hatten. Mit Powerpointpräsentationen stellten die Kinder vereinzelnt ihre Länder vor und kochten und tanzten.

„Das, was die Kinder innerhalb dieser kurzen Zeitdauer leisten, ist echt enorm“, freut sich Frau Keller. Sie ist sehr stolz auf ihre Gruppe und hofft, dass die Kurse noch lange weiter an unserer Schule erhalten bleiben. Letztendlich lässt sich sagen, dass DaZ-Kurse an Schulen sehr hilfreich sein können, da es den betroffenen Schülern leichter fällt, die deutsche Sprache zu lernen und so auch die deutschen Schüler von einer besseren Kommunikation profitieren können.

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