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6. Jahrgang vor schwieriger Entscheidung

19.04.2018 - 12:31 von WP-Kurs "IGS-Reporter"

Latein, Französisch oder doch Kochen, Technik und Holz?

Die IGS-Reporter Paula, Luis und Benjamin berichten von den Wahlpflicht-Möglichkeiten an der IGS und den Erfahrungen von anderen Schülern:

 

Schüler und Eltern in den 6. Klassen werden momentan vor die wichtige Frage gestellt: Welche weitere Fremdsprache neben Englisch wird die Richtige sein? Ist es Französisch oder Latein? Oder ist es besser, keine weitere Sprache zu lernen und praktische Erfahrungen in den Bereichen Kochen, Holz oder Technik zu sammeln? Die IGS sprach für alle Kinder individuelle Empfehlungen aus, doch die Entscheidung über die Wahl liegt selbstverständlich bei den Familien selbst.

Um die Entscheidung zu erleichtern, nahmen die Kinder zunächst an Schnupperstunden in Französisch und Latein teil, die einen spannenden ersten Eindruck ermöglichten. Auch für die Eltern gab es Informationen: An einem Elternabend wurden die einzelnen Fächer sehr genau vorgestellt.
Während Yasmine Elsner als Fachbereichsleiterin für Arbeitslehre die praktischen Unterrichtsfelder vorstellte, veranschaulichten Oberstudienrat Timo Hasenau und Christin Gies die Vorteile der französischen Sprache. Mario Schott und Heiner Bockweg zeigten stattdessen erste Eindrücke in die Sprache Latein. Klar ist: Wer in die gymnasiale Oberstufe gehen möchte, benötigt eine der 2. Fremdsprachen.

Wir stellen als erstes den Grundstein aller romanischen Sprachen vor, nämlich Latein. Die Sprache wird nicht mehr gesprochen. Wer sich mit der Aussprache fremder Sprachen schwer tut, der sollte sich für diese Sprache entscheiden, da die Aussprache nicht so kompliziert ist. Grundlegend in dieser Sprache ist die Grammatik und das Übersetzen von lateinischen Texten. Außerdem basieren alle romanischen Sprachen, wie Italienisch, Spanisch und Französisch auf Latein. Es bietet sich an, diese Sprache zu wählen, wenn man den medizinischen Berufsweg einschlagen möchte.
Nach fünf Jahren Latein erhält man ein Zertifikat, das Latinum.

Als nächstes stellen wir Französisch vor. Dies ist im Gegensatz zu Latein eine moderne und gesprochene Sprache. Auf vielen Kontinenten wird Französisch gesprochen, des Weiteren ähnelt es den Sprachen Spanisch und Italienisch. Daher bietet sich das Erlernen von Französisch an. Der Schwerpunkt des Unterrichtsziels ist es, sich richtig in Sprache und Schrift ausdrücken zu können. Auch in Französisch kann man sich weiterbilden.
Es gibt die Möglichkeit ein DELF-Zertifikat zu erwerben. Die Schüler und Schülerinnen bereiten sich auf unser Schule auf das Sprachniveau A1 bzw. A2 vor. Weiterführende Niveaustufen werden dann später in der gymnasialen Oberstufe angeboten.

Doch nicht jede Schülerin und jeder Schüler möchte sich mit dem Erlenen einer weiteren Sprache befassen, sondern sich lieber in praktischen Themenfeldern ausprobieren. Im Wahlpflicht-Unterricht werden Themen, wie z.B Kochen, Werken oder Technik behandelt. Außer diesen Themen werden politische und kulturelle Themenbereiche bearbeitet. Dieser Unterricht bietet sich an für Schüler, die nach dem Abschluss an unserer Schule nicht die allgemeine Hochschulreife anstreben bzw. kein Interesse an weiteren Sprachen haben.
Im Unterricht werden handwerkliche und praktische Fertigkeiten erlernt. Wer bereits Erfahrung im handwerklichen Bereich hat, kann durch die Kurse seine Fertigkeiten weiter ausbauen.

Wir haben im Anschluss daran mit älteren Schülerinnen und Schülern gesprochen, die uns ihre Erfahrungen und Kenntnisse im Bezug auf den Wahlpflichtunterricht mitgeteilt haben.

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Leon, Josie, Marcel, Maren und Luca (von links nach rechts)
erinnern sich an ihre Entscheidung zur 2. Fremdsprache.


Der 16jährige Luca hatte sich am Ende der sechsten Klasse für Latein entschieden, weil ihn die römische Geschichte interessierte. Der Einstieg in die lateinische Sprache fiel ihm leicht, da in den ersten Wochen intensiv die deutsche Grammatik wiederholt wurde. Im Alltag und im Deutsch- und Englischunterricht bemerkt Luca viele Gemeinsamkeiten z.B. in der Grammatik und bei Vokabeln. Er betont, dass der Deutschunterricht ihm dadurch leichter fällt.
Da er nach seinem Abschluss an unserer Schule eine Lehre beginnt, hat er allerdings nicht vor, das Latinum zu machen.

Auch die 15jährige Maren musste sich in der sechsten Klasse zwischen den Wahlpflichtmöglichkeiten entscheiden. Ihre Wahl traf, im Gegensatz zu Luca, auf Französisch. Maren sieht in der französischen Sprache mehr Nutzen als in Latein. Des Weiteren ähnelt sich die französische Sprache sehr der englischen Sprache. Trotz Startproblemen fiel die Aussprache ihr nach einiger Zeit leichter. Wenn sie nächstes Jahr die 10. Klasse besucht, bereitet sie sich auf die DELF-Prüfung A1 vor und natürlich möchte sie die Sprache in der Oberstufe weiterführen.

Leon hat seit der 7. Klasse Latein, des weiteren hat der 16jährige seit der 9. Klasse Französisch als
3. Fremdsprache. Leon hat in beiden Sprachen einen guten Start gefunden. Die ersten Jahre in Latein fielen ihm leicht, dennoch hat er jetzt mehr Spaß an der französischen Sprache. Trotzdem findet er, dass sich alle drei Fremdsprachen ähneln. Er findet immer wieder Gemeinsamkeiten bei Grammatik und Vokabeln der englischen, französischen und lateinischen Sprache.

Josie hat, wie Leon, auch beide Fremdsprachen gewählt. Ihre 1. Wahl war hingegen auf Französisch gefallen. Seit der 9. Klasse lernt sie zusätzlich noch Latein. In Französisch fiel ihr der Start leichter als in Latein. Die 16jährige wählte in der 9. Klasse noch Latein hinzu aufgrund ihres medizinischen Interesses. Latein hilft ihr sehr bei der deutschen Sprache. Ihre Französisch-Kenntnisse konnte sie bereits bei der Fahrt nach Belgien in der 8. Klasse und bei einem Austauschschüler einer Freundin beweisen.

Marcel, ebenfalls 16 Jahre alt, hat sich gegen eine zweite und auch dritte Fremdsprache entschieden, da ihm die Sprachen nicht liegen. Seit der 7. Klasse hat er bereits viele Wahlpflicht-Kurse besucht. Zwei Kurse, welche ihm sehr geholfen haben, sind „Erste Hilfe“ und „Präsentation“. Der Kurs „Erste Hilfe“ kann sehr hilfreich für den Alltag sein, da er ihn beispielsweise für den zukünftigen Führerschein nutzen kann. Bei dem Kurs „Präsentation“ hat er eine gute Vorbereitung für die Präsentations-Prüfung bekommen.

 

Abschließend kann man sagen, dass man bei der Wahl der Sprachen und dem Wahlpflicht-Unterricht sehr auf die eigenen Stärken und Schwächen achten muss. Wer z. B. die Oberstufe besuchen möchte, muss mindestens eine Fremdsprache zusätzlich zu Englisch belegen. Für die Schüler und Schülerinnen, die eine handwerkliche bzw. praktische Berufsrichtung einschlagen möchten, sollten sich eher für den Wahlpflicht-Unterricht mit Kursen wie Werken, Kochen oder Nähen entscheiden.

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